Macro-Trend: Integrative Entertainment


Verfasst von Autor Claudia Schneidereit, Editor Philippe Souidi am 29. May 2008 um 10:57 Uhr | In Europa, Gesellschaft, Lifestyle, Macro-Trends

SHINEDie Event-Landschaft verändert sich: Perfekte Performances werden mehr und mehr von halb eingespielten Bühnenstücken abgelöst, die zur Beteiligung des Publikums aufrufen.

TREND DESCRIPTION
Ein perfekt geplanter Abend, der in statischer Reihenfolge das Einlösen des Tickets, den Eintritt, den Genuss der Inszenierung und die Standing Ovations am Ende hintereinander ablaufen lässt, wird zunehmend von der aktiven Integration des Publikums in das Geschehen abgelöst. Ebenso wie bei dem Konsum von Medieninhalten ist der Zuschauer in Bühnenstücken, Theateraufführungen, Restaurantbesuchen sowie Events jeder Art nicht mehr passiver Konsument, sondern aktiver Teilnehmer.

CASES
Shine Unconference
SHINEIII Die Inhalte der Londoner Shine Unconference wird von seinen Teilnehmern, die sich etwa zwei Wochen vor Beginn der Konferenz anmelden können, selbst gestaltet. Statt eines strikt vorgegebenen Ablaufplanes oder einer geplanten Agenda wird lediglich die kreative Umgebung zur Verfügung gestellt, in dem sich die Teilnehmer untereinander austauschen, in Diskussionen wieder finden oder an spontanen Präsentationen teilnehmen. Das Ergebnis: Unerwartet und besonders kreativ.

Shunt
ShuntShunt, eine Bar und ein Performance Space unter der Zugbrücke der London Bridge, wird jede Woche von einem anderen Kurator künstlerisch gestaltet und in ein kreatives Event eingebunden. Tanz, Performance Art und Aktivitiäten wie Kuchen Dekoration können dort abwechselnd betrachtet werden. Teilweise als Arbeit im Prozess veranstaltet, wird das Gefühl vermittelt, an einer spontanen Performance teilzunehmen.

Punch Drunk
PunchPunch Drunk ist eine Performance-Gruppe, die ihre künstlerischen Performances auf öffentlichen Plätzen, Wäldern, Kirchen und Verließen aufführt und diese mit einbindet. Die Zuschauer sind aufgefordert, die Orte zu erkunden und den Künstlern zu folgen, wenn sie die Gruppe verlassen. Teile der Performance werden gleichzeitig an verschiedenen Orten des ausgewählten Sets aufgeführt und führen so dazu, dass jeder individuelle Eindrücke mitnimmt.

TREND IMPACT
Ebenso wie sich der passive Medienkonsument zum aktiven Mediennutzer entwickelt hat, übernimmt er jetzt auch bei Events, Theaterstücken oder Aufführungen die Initiative. die Nachfrage nach dem unvorhergesehenen Spontanerlebnis steigt und das Angebot zieht nach: Ob Konferenzen, Theater oder Restaurant, der Erlebnis-Konsument von heute möchte Teil davon sein und so das Erlebnis maßgeblich selbst mit beeinflussen.

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