Technologie-Innovation: Mobile Applikationen erkennen Bild-Inhalte


Verfasst von Autor Claudia Schneidereit, Editor Philippe Souidi am 16. April 2008 um 13:26 Uhr | In Europa, Micro-Trends, Technologie

Mobile Applikationen IIBasierend auf innovativer Erkennungs-Software und Location based Services können Mobile Applikationen in Zukunft Orte, Gegenstände und Pflanzen auf Handy-Bildern identifizieren und entsprechende Informationen in Echtzeit aus dem Internet auf das Handy übertragen.

TREND DESCRIPTION
mobile applikationDie Technologie, die sich hinter dem Eye-Phone Konzept verbirgt, greift auf Erkenntnisse der Entwicklung künstlicher Intelligenz zurück und kombiniert diese mit bereits bestehenden Location based Services sowie dem mobilen Zugang zum Internet. Die von den Entwicklern des deutschen Unternehmens SuperWise Technologies AG als Apollo bezeichnete Technologie erkennt Handy-Bild-Inhalte und ermöglicht es dem Nutzer, Inhalte bezogene Informationen in verschiedenster Ausführlichkeit zu bekommen. Das Besondere dabei: Die Applikation lernt. Je häufiger sie benutzt wird, desto mehr Inhalte erkennt sie. Nach Angaben der Wissenschaftler kann sie nach einiger Zeit nahezu alle existierenden Gegenstände einordnen und auf entsprechende Inhalte im Internet zugreifen.

ENTWICKLUNG
Das Eye-Phone Konzept hat bereits 2007 einen Preis bei de European Satellite Navigation Competition (Galileo Masters) gewonnen. Ein Funktions fähiger Prototyp der Applikation wird innerhalb der nächsten 2-3 Monate erwartet. Was jedoch länger dauern dürfte, so die Entwickler, ist das Aushandeln von Kooperationen mit Telekommunikationsunternehmen, die die Applikation in ihr Portfolio aufnehmen und als ergänzende, abonnierbare Funktion anbieten. Bis die Applikation dann endgültig auf dem markt ist, wird es voraussichtlich noch zwei Jahre dauern.

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Unabhängig von der unzweifelhaft technologischen Innovation bleibt abzuwarten, inwieweit sich der Zugang zum mobilen Internet sowie potentiell substituierende Technologien wie RFID Tags bis zur Marktreife der Applikation entwickeln. In Japan ist die Nutzung von RFID Tags bereits Gang und Gebe. Angebracht an Sehenswürdigkeiten, Orten oder Kleidung vermitteln sie über das Handy schon heute Informationen über den jeweiligen Gegenstand. Insgesamt machen die Wissenschaftler jedoch einen deutlichen und weiteren Schritt in Richtung mobile Flexibilität und Informationssuche “On the Go”.

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