Chic Swapping


Verfasst von admin am 28. March 2008 um 12:52 Uhr | In Business & Marketing, Gesellschaft

Chic SwappingBekannte Marken initiieren Tauschevents- und Systeme zur Selbstpromotion und setzen dabei auf ihren Ruf und ihre Glaubwürdigkeit.

Trend Description:

Was Freestyle und P2P-Bewegungen den Konsumenten beigebracht haben, nutzen bekannte Marken heute für Marketing-Zwecke: Die globale Vernetzung bringt Menschen zum Austausch von Meinungen, Informationen und Produkten zusammen und ist so Basis für eine Tauschbewegung, die sich jetzt auch kommerzielle Anbieter zu Nutze machen. Von ihnen initiierte und vordergründig uneigennützige Tauschevents verhelfen nicht nur zu mehr Markenbindung, sondern stärken zudem das Vertrauen in die Services der Marke.

CASES

IKEA Husselmarkt
Am 9.Februar startete das Möbel-Tauschevent von IKEA Amsterdam. Als Teil der Image-Kampagne des schwedischen Möbelhauses rief es seine Kunden dazu auf, gebrauchte Möbel in die Amsterdamer Dependance zu bringen und zum Tausch anzubieten. Auf den ersten Blick eine uneigennützige Tauschbörse. Auf den zweiten Blick wird deutlich: Wer einmal seine Möbel zu IKEA bringt und gegen neue tauscht, verbindet dies gleich mit einem Kauf einer neuen Lampe, eines Tisches oder eines anderen Gegenstandes, der zu dem neu erworbenen Stück passt.

Guardian Haustausch
Guardian Houseswap final Die britische Zeitung „The Guardian“ bietet einen Service an, der es weltweit jedem ermöglicht, für 35 Pfund an einem Haustausch teilzunehmen. Da ein direkter Tausch nicht mit extra Mietkosten verbunden ist, wird der Service nicht nur als besonders authentischer sondern auch als besonders Kosten günstiger Weg angepriesen, ein neues Land kennen zu lernen. Der Service macht es seinen Mitgliedern auf innovative Weise möglich, ihren Horizont zu erweitern und lehnt so direkt an die „Thinking different“-Philosophie der Marke Guardian an.

Visa Swap
Visa Swap Visa bietet in Zusammenarbeit mit TRAID (Textile Recycling for Aid and International Development) einen Service an, der es Nutzern ermöglicht, nicht mehr gebrauchte aber noch tragbare Kleidungsstücke miteinander zu tauschen. Zunächst wird der Wert jedes Gegenstandes in Punkten gemessen und auf der VISA Tauschkarte gut geschrieben. Um die Punkte einzulösen, eröffnet zu einem späteren Zeitpunkt ein Pop-Up-Store mit allen registrierten Stücken, in dem sich der Kunde in einem luxuriösen Ambiente, nicht aber in Flohmarkt-Atmosphäre wieder findet.
Visa-Swap.com

Trend Impact
Während die oben genannten Cases zeigen, dass Tauschevents verstärkt zur Ergänzung von Image-Kampagnen bekannter Marken genutzt werden, werden ebenso Business-Modelle erwartet, die das Tauschen als primäre Einkommensquelle nutzen. Sowohl die Bereitstellung der für die Tauschevents notwendigen Infrastruktur als auch begleitende Services wie das Tracking der zu tauschenden Stücke, die Dokumentation der Tauschtransaktionen oder die Regulation des Zuganges zu exklusiven Tauschevents- oder Netzwerken sind in diesem Zusammenhang denkbar.

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