QR Codes gewinnen weltweit an Bedeutung


Verfasst von Philippe Souidi und Stephanie Werner am 19. March 2008 um 15:48 Uhr | In Business & Marketing, Europa, Japan, Lifestyle, Macro-Trends, Technologie, USA

Die Verbreitung von zweidimensionalen Barcode Technologien bereichert das mobile Erlebnis.

Trend Description
QR Codes (Quick Response Codes) sind Graphiken, die mit Mobiltelefonen eingescannt und mit digitalen Inhalten verknüpft werden können. In Korea und Japan, wo ein Großteil der Telefone bereits mit dieser Technik ausgestattet ist, werden diese bereits stark genutzt. 41.7% der Japaner beschäftigen sich sogar regelmäßig mit QR Code-Werbung. Außerhalb Asiens hingegen, im Speziellen in Europa und den USA, war die Einführung von QR oder ähnlichen Codes eher uneinheitlich - aber nicht, weil die Technologie versagt hat. Die Mobiltelefone waren bisher für diese nicht ausgelegt, auch fehlte es an einer Nutzerbasis.

Nun allerdings erobert die Barcode Technologie auch die westlichen Märkte. Mittlerweile ist eine permanent wachsende Anzahl europäischer und amerikanischer Mobiltelefone mit der QR Software ausgestattet und einige Firmen (überwiegend in Finnland, Frankreich, Großbritanien und der Schweiz) haben bereits begonnen QR Codes zu nutzen. Die Schweizer Zeitungen Le Matin Bleu und 20 Minuten promoteten ihre Online-Zeitung kürzlich durch Codes und die Europäische Zentralbank nutzt QR Codes um die Kunden über die Tagesraten zu informieren. Auch Google hat mittlerweile angekündigt, dass QR Codes in das Google Print Ads-Programm eingebunden werden können.

Cases

tracklets.jpgTracklets (US)
Brothers of Invention LLC, eine New Yorker Agentur für kreative Technologien, entwickelte “Tracklets”, ein auf QR Codes basierendes System für die Musikliebhaber unter den iPhone-Besitzern. Mit der Tracklet-Software können QR Codes kreiert werden, die mit dem Lieblingsalbum im iTunes Music Store verlinkt sind. Mit Hilfe des ausgedruckten “Tracklet-Flyers” kann der Code gescannt werden, die Musik angehört und gekauft werden.
Um den Code zu scannen wird allerdings der iMatrix Reader benötigt, zu dessen Installation wiederum ein entriegeltes iPhone vorausgesetzt wird. Brother of Invention hofft daher, dass durch das kürzlich von Apple veröffentlichte Open Source Software Development Kit (SDK), bald auch eine “legale” Version auf den Markt kommt.

add-to-friends.jpgFacebook “Add to Friends” QR Code (US)
Kürzlich wurde die neue Facebook-Anwendung “Add to Friends Shirt” eingeführt. Mit dieser können T-Shirts kreiert werden, die es anderen ermöglichen anhand eines QR Codes auf das Facebook-Profil des Trägers zuzugreifen. Innerhalb kürzester Zeit wird ein QR Code generiert, der mit dem mobilen Facebook-Profil des Nutzers verlinkt ist. Dieser wird dann auf die Homepage von Zazzle weitergeleitet. Dort kann dann aus einer Vielfalt von T-Shirts die zu bedruckende Grundlage für den Code ausgewählt und bestellt werden.

england-soccer.jpgEngland’s Umbro Strip (UK)
Auch das Design des neuen Auswärtstrikots der Englischen Nationalmannschaft enthält einen QR Code. Durch Fotografieren des Codes mit dem Mobiltelefon, erhalten Fans Zugriff auf eine Webseite mit Informationen über England und den Hersteller der Trikots, Umbro. Dies ist das erste Mal, dass QR Codes auf einem Fußballtrikot verwendet werden.

arigachoco1.jpgTokyo Super Sweets (Japan)
Von Tokyo Super Sweets gab es dieses Jahr auf 200 Stück limitierte Sets “Agriga-choco” (ein smartes Wortspiel mit den Wörtern “Danke” und “Schokolade”). Der Beschenkte kann, nachdem er den QR Code mit seinem Mobiltelefon gescannt hat, aus über 100 vorgefertigten Dankesschriften eine auswählen, die dann an den Schenkenden übermittelt wird.

Trend Impact
Nachdem Telefone, die in der Lage sind QR Codes zu lesen, immer besser und ausgklügelter werden, wird auch im Westen die Verbreitung von Barcodes auf Postern, Flyern, Werbeanzeigen, in Magazinen und Zeitungen zunehmen. Wir stehen vor dem Beginn einer neuen Ära des One-Touch-Marketings und einer großartigen Technologie-Lifestyle Integration.

Das Konzept des Mobile Barcoding gibt es nun schon eine Weile. Verschiedene Code Formate kamen und gingen. Die neuste Wiedergeburt des QR-Code, besser bekannt als Moseycode, kann viel mehr Informationen speichern, als alle seine Vorgänger. Wird ein Moseycode gescannt, werden dem Mobiltelefon Informationen wie dreidimensionale Bilder oder Locations übermittelt, dem Nutzer ist es sogar möglich der Quelle/ dem Portal eigene Medien hinzuzufügen. Das Moseycode Barcoding System wurde speziell für Googles Android System entwickelt. Es wird daher noch eine wenig dauern, bis es auf dem Markt eingeführt wird. Aber es scheint, als würde der Westen Japan schließlich doch noch im Bezug auf die Entwicklung von Technologien zum Lesen der Codes einholen.

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  1. Der Hunger nach Information…

    Die Welt wird verlinkt.
    Willkommen im Informationszeitalter! Dank des Internets war es nie leichter, Erkundigungen über Produktpreise und Dienstleistungen einzuholen oder sich schnell benötigtes Wissen anzulesen, ohne den gesamten Brockhaus zu kaufen…

    Trackback by MindSharing | get together • go tomorrow — 19. March 2008 #

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