Trend: Marken TV-Sender
Verfasst von admin am 12. October 2007 um 15:02 Uhr | In Business & Marketing, Medien
Marken TV-Sender versuchen die Zielgruppe mit Unterhaltung, die sich auf das Produkt und/oder die Marken-Message konzentriert, einzubinden.
Trend Beschreibung:
Firmen geben jährlich Milliarden von Dollar für herkömmliche TV-Werbung aus. Laut TNS Marktforschungsinstitut hat die Industrie im Jahr 2005 22,4 Milliarden Dollar für Werbung im Internet, 15,9 Milliarden Dollar für Kabel TV und 4,2 Milliarden Dollar für Fernsehverbände ausgegeben. Seitdem immer mehr Konsumenten TiVo und andere DVR Geräte benutzen, um Werbung zu überspringen, verändern Firmen ihre Werbekosten. Da viele Firmen sowieso erstklassige Inhalte produzieren, ist das nächste Ziel Marken-Sender, die den Konsumenten jeden Tag 24 Stunden erreichen können. Marken TV-Sender sind aber nicht eine Alternative zur herkömmlichen Fernsehwerbung. Mithilfe eines eigenen Marken-Unterhaltungssender sind Firmen auf dem Weg, einen noch höheren Einfluss auf den Lebensstil des Konsumenten auszuüben. Einige stürzen sich auf verwandte Entwicklungen wie zum Beispiel Conumer Generated Media (bitte lesen Sie dazu den Consumer Generated Media, Consumer Generated TV, Viewer Created Content).
Cases:
Budtv.com
Der „Whassup? Guy“ geht noch einen Schritt weiter! In diesem Monat hat die amerikanische Brauerei Anheuser-Busch ihre eigenes Internet Unterhaltungs Netzwerk Bud. TV gegründet. Es gibt sieben verschiedene TV Themenbereiche, die Inhalt und nicht nur verkaufsfördernde Videos beinhalten: Comedy, Reality, Happy Hour (Neuigkeiten über Nachrichten und ungewöhnliche Veranstaltungen, die den Zuschauern die Möglichkeit bieten, sich bei einem gemütlichen Bier zu unterhalten), Sport, Hollywood, TV und Bud Tube, mit selbstgedrehten Videos und Werbung für Bud oder Bud Light. Hauptziel ist es Konsumenten zwischen 21 bis 27 zu erreichen. Bud klassifiziert seinen Fernseh-Sender als einen Unterhaltungs-Sender, nicht als eine ausgefallene Art von Werbung. Das ganze Projekt kostet Bud 30 Millionen Dollar Startkapital, aber die Firma denkt, dass dieses Geld gut angelegt ist. Tony Ponturo, Vize-Präsident von Anheuser Busch erzählte iMedia Connection: „Wir wollten uns in diese Art Weltanschauung vertiefen, denn wir sehen und unsere Forschungen weisen uns darauf hin, dass Erwachsene zwischen 21 und 27 Jahren das Internet mindestens sechs Stunden pro Woche benutzen und dieser Anteil offensichtlich steigen wird. Deshalb werden wir versuchen unser Marketing und speziell Medienressourcen zu verändern, um den Konsumenten in den digitalen Raum zu bewegen.“Audi TV
Audi startete seinen eigenen Marken TV-Kanal in England Ende letzten Jahres. Der Fernsehsender überträgt 24 Stunden am Tag auf Sky Digital Sender 259 und erreicht vermutlich mehr als 7,6 millionen Haushalte. Der Inhalt von Audi TV ist auch über iTunes und die Audi Website verfügbar. Der TV Sender ist als Alternative zu der herkömmlichen 30-Sekunden Fernsehwerbung gedacht, die von Werbung-auslassenden Konsumenten, die TiVo und andere DVR Geräte benutzen, ohnehin ignoriert werden. Audi TV beinhaltet Quiz-Sendungen, Dokumentarfilme über Auto-Design, Star-Interviews und Reiseberichte, die allesamt eine bestimmte Art von Audi Erlebnis beinhalten. Ein Beispiel ist der Tagesablauf von Audi-Ingenieur Howden Haynes. Es gibt auch Pläne einige Filme zu zeigen, wie zum Beispiel Luc Besson`s Transporter 2, der Jason Statham in einer Audi Verfolgungsjagd zeigt. Bis jetzt hat Audi 3,5 Millionen Dollar für sein TV Abenteuer investiert und etwa 35 Prozent der Audi Besitzer in England geben an, den Sender gesehen zu haben. Obwohl Audi noch nicht sicher ist, wie die Bemühungen sich in den Verkaufszahlen widerspiegeln, sind sie immer noch zufrieden genug, einen ähnlichen Ansatz in Deutschland durchzuführen.
Trend Beschreibung:
Konsumenten benutzen die Medien nicht so, wie sie dies bis vor einigen Jahren taten. Aufgrund von Sozialen Netzwerk Seiten, Web 2.0 Sendern wie YouTube und mobilen Unterhaltungs- und Medien Konsum ist man an einem Punkt des Wandels angelangt. Auf der einen Seite sind Konsumenten auf der Suche nach unterhaltsamen Clips, interessanten Medien-Häppchen, die von Handhelds und mobilen Telefonen heruntergeladen werden können. Auf der anderen Seite benützen sie DVR Geräte um Werbung zu überspringen, während sie Zuhause Fernsehen gucken. Dieses Auslassen von Werbung und TV on-demand könnte die Fernseh-Industrie 27 Millionen Dollar verlorene Werbekosten in den nächsten Jahren, laut Accenture kosten. Ein großer Betrag dieses Geldes wird in einer Art Marken-TV landen, sei es über das Internet oder über Satellit oder Kabel. Wenn die TV Industrie zufrieden ist, können sie Geld durch die Konzessionierung von Teilen des Inhalts an diese neuen, innovativeren TV Formen, die mehr Platz für Experimente bietet, machen.




Registrieren


